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Archive for 6. September 2007

Was liebt die Liebe ?

Ein Eingefriedigtes. War nicht das Paradies ein eingeschlossener Ort, ein Garten gegen Osten? – Aber er schließt sich zu dicht um einen, dieser Ring – man tritt dem Fenster näher, ein stiller See verbirgt sich demütig in der hohen Umgebung – am Ufer liegt ein Boot. Ein Seufzer aus vollem Herzen, der Hauch eines unruhigen Gedankens – und es geht vom Ufer ab, gleitet über den See, von den milden Lüften einer unnennbaren Sehnsucht leise getrieben; man verschwindet in der geheimnisvollen Einsamkeit des Waldes, wird von den leichten Wellen des Sees geschaukelt, der von dem tiefen Dunkel des Waldes träumt. – Man wendet sich nach der andern Seite hin, da breitet das Meer sich unendlich vor dem Auge aus. – Was liebt die Liebe? – Unendlichkeit. – Was fürchtet die Liebe? – Eine Grenze.

Søren Aabye Kierkegaard, (1813 – 1855), dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller
Quelle : »Das Tagebuch des Verführers «

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Sehnsucht


Wenn ich am Morgen aufstehe, sehe ich die Sonne über den Bäumen aufgehen,
und ich sehe, wie aus dem Morgenrot eine helle, warme Sonne wird.
Wenn ich am Nachmittag nach Hause komme, hat die Sonne das gegenüber liegende Ufer in helles Licht getaucht und es entsteht ein wunderschönes Farbenspiel zwischen dem Ufer, dem Wasser und den Booten.
Wenn ich am Abend schlafen gehe, zieht der Mond auf dem Wasser eine breite Spur und läßt es in der Dunkelheit glitzern.
Und ich wünsche mir sehr, daß ich dich neben mir spüre, um mit dir gemeinsam das Schöne des Alltags zu erleben.
Und du – du bist so weit weg und weißt nichts davon.

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umarme mich

Umarme mich und ich weiß daß Du mich leiden kannst. Halt mich fest und ich weiß daß ich Dir wichtig bin. – Tue nichts und ich spüre ob Du mich liebst.

Heinz C.
Quelle : »The Necromancer«

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lieben – leiden

Wer fähig ist, wirklich zu lieben, der muß auch fähig sein, wirklich zu leiden.

© Wolfgang J. Reus, (1959 – 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyriker

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Entstehung der Liebe

Es ist ein Zeichen für die Entstehung der Liebe, daß alle Freude und Leiden, die jede andere Leidenschaft, jedes andere menschliche Bedürfnis hervorruft, uns plötzlich nicht mehr berühren.

Henri Stendhal, (1783 – 1842), eigentlich Marie Henri Beyle, französischer Novellist
Quelle : »Über die Liebe«

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Ich liebe die Kraft, die mich leiden und lieben läßt. Diese Kraft ist der Weg und das Ziel.

© Irina Rauthmann, (*1958), deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin

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Die grosse Liebe, sei sie auch unglücklich – nein, gerade dann, wird nie vergessen; sie verbleibt auf ewig im Herzen, als eine Sehnsucht, welche nie gestillt.

Dominik Buchwald

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O Liebe, süßes Labsal aller Leiden der Sterblichen, – du wonnevoller Rausch vermählter Seelen! Welche Freuden sind deinen gleich?

Christoph Martin Wieland, (1733 – 1813), deutscher Schriftsteller, Erzieher des Prinzen Karl August

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Liebe ist das Gefühl, das irgendwann beginnt, aus vielen kleinen Facetten besteht, die einzeln wenig, aber gemeinsam die Sehnsucht nach Nähe und Berührung wecken.

© by Universitätsprofessor Dr. Roland Helm

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Der Engel der Sehnsucht und der Engel des Mitgefühls brachten uns zusammen und zeigten uns die Kraft und Schönheit unserer Liebesfähigkeit.

© Irina Rauthmann, (*1958), deutsche Aphoristikerin und Lyrikerin

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Lieben und Sterben sind sich so ähnlich… kann man beides doch nicht vorhersehen und der Leiden ausweichen.

© Damaris Wieser, (*1977), deutsche Lyrikerin und Dichterin

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Mein Herz ruht nicht, weil die Liebe es mit solcher Sehnsucht entflammt hat, daß es nur in dir ruhen kann.

Nikolaus von Kues, (1401 – 1464), auch Nikolaus Krebs von Kues, Nikolaus von Kues, Nicolaus Cusanus, Nikolaus Chrypfs von Kues, deutscher Gelehrter, Philosoph und Theologe

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Wie ein Prometheus-Geier hängt Liebe-Sehnsucht sich an das Herz und verwundet es, aber nur um es zu vergrößern.

Jean Paul, (1763 – 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

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Denen, die lieben, ist nichts zu schwer; keine Mühe ist zu hart für den, den die Sehnsucht erfüllt.

Hieronymus, (um 347 – 420), Sophronius Eusebius, katholischer streitbarer Schriftsteller, lateinischer Kirchenvater und Heiliger

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Nach einer tiefen Begegnung
bleibt Liebe oder Sehnsucht.

Alfred Rademacher, Aphoristiker
Quelle : »Begegnungen«, © MIRA Verlag, Künzelsau

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Es ist doch eigentlich der Hauptinhalt im Leben:
Sehnsucht und wieder Sehnsucht.

Franziska Gräfin zu Reventlow, (1871 – 1918), eigentlich Fanny zu, deutsche Schriftstellerin und Malerin

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Sehnsucht. Deinen Atem zu spüren.
Sehnsucht. Meine Tränen zu trocknen

© Heidrun-Auro Brenjo, (*1963), deutsche Poetin, Satirikerin, Geschichtenschreiberin, Malerin und Sängerin der Gruppe »Symbioose«

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Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Verlangen, das ist das wahre Leben.

August von Kotzebue, (1761 – 1819), deutscher Jurist und Dramatiker, von 1816 – 1819 russischer Staatsrat

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Quälende Sehnsucht kündet die Geburtsstunde der Liebe an.

© peter e. schumacher, (*1941), deutscher Aphorismensammler und Publizist

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Liebe ist Heimkehr der Sehnsucht – in ihr Paradies…

© Hans-Christoph Neuert und Elmar Kupke, deutsche Dichter, Essayisten und Aphoristiker
Quelle : »Lyricon 1«

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