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Archive for Dezember 2025

Lied im Radio

Als wir im August heirateten, habe ich dir für die Hochzeit ein abgeändertes Lied des Schwanenkönigs erstellt. Es war wie immer lustig und chaotisch, beim kürzen des Textes , war der letzte Satz „Frag Chatgpt“. Es war schlichtweg der Brüller unserer Hochzeitsfeier. Leider hast du dich nicht mehr so gut an unseren Schwanenkönig erinnert.

Ich habe beschlossen, den Beitrag von damals hierherzuholen, wie auch viele andere alten Texte. Unsere Liebe war besonders und wir wussten dass wir seelenverwandt waren, noch bevor das unser Verstand fassen konnte. Ich liebe dich mein Schwanenkönig, wo immer du auch gerade bist.

28. Juni 2008

Gestern abend setzte ich mich noch einmal an den PC, ich suchte etwas anderes und stolperte über dieses Lied. Zufall, gewollt, passende Lied zur rechten Zeit ich weiß es nicht. Noch nie im Leben ist mir außer meinen eigenen Schmerz so viel inneres Leid entgegengeschwappt. Vielleicht ist es die besondere Begabung die mich ausmacht, zu erkennen wenn irgend etwas nicht stimmt. Das stellt für mich auch kein Problem dar, solange diese Menschen nicht zu nah an mich dran sind. Oft in den letzten Monaten war ich nur mit mir beschäftigt, ach wie schrecklich ich mich doch fühle und wie schlimm doch alles ist und das ich es nicht schaffe, dann sehe ich diese Augen, fühle diese Wärme und erkenne diesen wohl bekannten inneren Kampf.
Wie vermessen sich selber nur an seinem Leid festzuhalten, sicher ich versuche nicht zu hart mit mir selber zu sein, zum Heilungsprozess gehört die Berufung auf sich selber hinzu. Den Mittelweg zu finden, das Herz offen zu lassen, nicht auf Rückzug programmiert zu sein ist eines der größten Herausforderungen.
Wenn eine edle Seele so dermaßen gelitten hat, dass der Schwan stirbt, wenn man den Glauben hat, die Zeit heilt alle Wunden, sie wird die Vergessenheit hervorrufen , täuscht man sich. Leid gehört im Leben dazu, jedoch zu lernen das schöne herauszuholen und das andere dort hin zu packen wo es hingehört, die Wunden zuzupflastern und verheilen zu lassen , es abzumildern, das wird die große Kunst geschändeter Herzen sein.

Noch nie im Leben ist mir ein Mensch begegnet der so dermassen mit sich kämpft, keine Liebe mehr spüren will, sich einredet Einsamkeit ist die Erfüllung des Lebens. Noch nie im Leben ist mir so ein liebevoller Mensch begegnet der hin und wieder seine inneren Hüllen fallen lässt und sobald er erkennt dass er nackt dasteht, schnell seine Kleidung überstreift, sich in sein Schneckenhaus verkrümelt, heraus huscht um um sich zu schlagen. Er versucht mit aller Macht alle die ihm nah sind zu vergraulen, redet sich selber ein kein Schwan zu sein, sieht ihn vor Jahren als gestorben an.

Und wenn ich könnte würde ich auch diesen Schmerz auf mich nehmen, doch die Seele ist nicht übertragbar.
Und wenn ich könnte würde ich das Gesicht streicheln bis die Ruhe einkehrt
Und wenn ich könnte würde ich zeigen was wahre Liebe bedeutet, doch ein verletzter Geist vermag das nicht zu begreifen.
Und wenn ich könnte würde ich die Melodie neu komponieren jedoch dringen die Töne nicht in das gekränkte Herz hinein.

Ich habe mal gehört Liebe heilt alle Wunden, ich Romantikerin,aus meinen Reisen in meine Welt mitgebracht, glaube nur noch bedingt daran. Teilweise wünsche ich mir genauso nur das Vergessen, Erinnerungen die verblassen , so wie Schrift auf altes Papier , immer schlechter lesbar.
An manchen Tagen wünsche ich mir ein Herz ohne Gefühl nur Ruhe, an manchen Tagen möchte auch ich Schwanenkönig sein.

Ich liebe dich Liebling

Seine Seele war geheilt. Er hat mir unendlich viel Liebe geschenkt, mehr als ich je zu hoffen wagte. Er hat all seine Traurigkeiten und Enttäuschungen mit mir geteilt, und bevor er ging, waren seine Wunden geschlossen. Das größte Geschenk war, dass er mir jeden Tag sagte, wie sehr er mich liebt. All die liebevollen TikToks, die wunderschönen Gedichte, die er für mich gefunden hat, die Lieder, die er ausgesucht hat – sie waren Botschaften seines Herzens. Ich sehe noch seine Tränen, wenn ihn etwas tief berührte. Ich spüre die Nähe, die er zugelassen hat, und erinnere mich an den Gleichklang unserer Gedanken. Er hatte kein Schneckenhaus mehr bei mir, das hatte er schon vor vielen Jahren abgestreift. Ja, ich habe Schmerz auf mich genommen, damit seine Seele heilen konnte – und ich habe es tausendfach zurückbekommen.

Heute stehe ich hier, und mein größter Vertrauter, mein bester Freund, mein Seelenverwandter ist nicht mehr neben mir. Ich gehe nach unten und kann nicht mehr sagen: ‚Schatz, stell dir vor…‘ Kein ‚Maus, komm mal runter, ich muss dir was zeigen.‘ Ich vermisse das so sehr

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